Nah am Vorbild (Januar 2008)
„Wir versuchen, schwarz zu klingen“, sagt Michael Hanel selbstbewusst. Der 30-jährige Sänger und Musikpädagoge leitet seit 1999 den Walser Gospelchor. Er hält nicht viel von Arrangements mit „filigranen Verzierungen“, die „sehr europäisch“ klingen. Hanel will mit seiner Musik so nah am Vorbild bleiben, wie es geht. Die Vorbilder findet er auf CDs oder live, wenn Gospelsänger aus den USA vor Ort gastieren. „Was zu uns rüberkommt, ist schon das Sahnehäubchen“.
Seinem Anspruch folgend, sind auch fast alle Arrangements für die 35 Sängerinnen und Sänger und die vierköpfige Walser Gospelband selbst geschrieben – von ihm und vom Pianisten Joe Klimek, der aus North Carolina stammt und lange in einer Soulband gespielt hat. „Afroamerikanisch“ soll es sich anhören, der Gesang „klanglicher Ausdruck eines Gefühls“ sein. Wie aber schafft man es, 35 Choristen ein inbrünstiges „Happy Day“ zu entlocken, wenn der eine oder andere gerade einen ausgesprochen schlechten Tag hat? Hanel lächelt: Da müsse er ein wenig „psychologisieren“. Aber ein Großteil habe immer eine positive Einstellung – die die reißen die anderen mit.
Wichtig sind dem engagierten Musiker aber nicht nur Klang und Interpretation, sondern auch der Rhythmus. Deswegen wird er in der Probenarbeit unterstützt von seiner Schwester Eva Hanel: Die 26-jährige Diplom-Pädagogin „kommt aus dem Jazztanz“ und übt mit den Sängern die passende Körpersprache ein. Deswegen müssen die Chormitglieder die Gospels auch stets auswendig vortragen: „Damit sie mit den Händen was machen können“. Für Sänger Dr. Horst Specker ist der Körperausdruck ein wesentlicher Bestandteil der Gospelmusik, bei der er vom Kopf her abschalten und sich Stimme, Atmung und Rhythmus hingeben kann.
Der 41-jährige Allgemeinmediziner aus Fischen und Tenor im Chor möchte den Gospelgesang nicht mehr missen: „Das Singen hilft mit selber, in mich hineinzufinden und in mir selber zu schwingen.“ Deshalb macht es ihm auch nichts aus, in seiner knappen Freizeit zusätzlich zu Hause am Klavier zu üben. Die Familie sieht es nicht ungern: „Ich bin dann einfach viel besser drauf.“ Auch Altistin Elke Schuster, seit zehn Jahren im Chor, genießt es, nach der anstrengenden Arbeit mit Musik zu entspannen. Weil die 45-jährige Vorstandsassistentin oft abends spät heimkommt, sitzt sie auch nachts am Klavier: „Kein Problem, ich wohne allein.“
Engagement setzt Michael Hanel voraus, der hohe Ansprüche an seine Musiker stellt und bei jedem Konzert die Qualitätsleiter ein Stückchen weiter hochsteigen möchte, um „auf Laienebene das Maximum zu erreichen“. Dafür führt Hanel wöchentliche Proben durch, singt Stücke auf einer Übungs-CD ein, die seine Sänger dann beim Autofahren oder Bügeln hören können. Im Gegenzug haben die Choristen Mitspracherecht bei den Arrangements. „Wir müssen immer miteinander“, sagt Dr. Specker. Elke Schuster ergänzt: „Michael reißt uns einfach mit. Michael lebt diesen Chor“.
Wichtig sind dem engagierten Musiker aber nicht nur Klang und Interpretation, sondern auch der Rhythmus. Deswegen wird er in der Probenarbeit unterstützt von seiner Schwester Eva Hanel: Die 26-jährige Diplom-Pädagogin „kommt aus dem Jazztanz“ und übt mit den Sängern die passende Körpersprache ein. Deswegen müssen die Chormitglieder die Gospels auch stets auswendig vortragen: „Damit sie mit den Händen was machen können“. Für Sänger Dr. Horst Specker ist der Körperausdruck ein wesentlicher Bestandteil der Gospelmusik, bei der er vom Kopf her abschalten und sich Stimme, Atmung und Rhythmus hingeben kann.
Der 41-jährige Allgemeinmediziner aus Fischen und Tenor im Chor möchte den Gospelgesang nicht mehr missen: „Das Singen hilft mit selber, in mich hineinzufinden und in mir selber zu schwingen.“ Deshalb macht es ihm auch nichts aus, in seiner knappen Freizeit zusätzlich zu Hause am Klavier zu üben. Die Familie sieht es nicht ungern: „Ich bin dann einfach viel besser drauf.“ Auch Altistin Elke Schuster, seit zehn Jahren im Chor, genießt es, nach der anstrengenden Arbeit mit Musik zu entspannen. Weil die 45-jährige Vorstandsassistentin oft abends spät heimkommt, sitzt sie auch nachts am Klavier: „Kein Problem, ich wohne allein.“
Engagement setzt Michael Hanel voraus, der hohe Ansprüche an seine Musiker stellt und bei jedem Konzert die Qualitätsleiter ein Stückchen weiter hochsteigen möchte, um „auf Laienebene das Maximum zu erreichen“. Dafür führt Hanel wöchentliche Proben durch, singt Stücke auf einer Übungs-CD ein, die seine Sänger dann beim Autofahren oder Bügeln hören können. Im Gegenzug haben die Choristen Mitspracherecht bei den Arrangements. „Wir müssen immer miteinander“, sagt Dr. Specker. Elke Schuster ergänzt: „Michael reißt uns einfach mit. Michael lebt diesen Chor“.